Waldreservat

Das Totalreservat - ein eindruckvolles Bild

Im Kern des Totalreservats von 72 ha, südöstlich der Wildsauhütte, liegt eine Waldfläche von rund 12 Hektaren, die seit 1994 sich selbst überlassen wurde. Mächtige, noch stehende aber längst abgestorbene Fichten mit Spechtlöchern, hoch auftragende Wurzelteller von sturmgefällten Tannen, Buchen mit Kronenbrüchen und entsprechenden Wunden, monumentale Altbäume, kräftiger Jungwuchs, Dornen- und Nesselfluren sowie Moosteppiche und Seegrasrasen bestimmen hier das Waldbild. Es sind kaum noch Spuren der Holznutzung auszumachen, ein einst befahrener Weg wird bereits vom Wald zurückerobert.

Das Teilreservat - die Bewirtschaftung

Auf knapp 100 Hektaren wird vorläufig weiter gewirtschaftet. Flächiges Vorgehen (das Schlagen aller Bäume einer bestimmten Fläche auf einmal), die chemische Behandlung von Holz oder das Bauen neuer Anlagen im Wald sind jedoch gemäss einem Bewirtschaftungsvertrag zwischen der Burgergemeinde Wynau und dem Kanton Bern untersagt. Jener Bestand wird alle 5 bis 6 Jahre Einzelstammweise beerntet. Dieser Rhythmus erlaubt sanfte Eingriffe, verhindert die Destabilisierung und erspart den Bäumen viel Stress. Im Idealfall enstehen so mittel- bis langfristig naturnahe Bestände, die sich entweder weiter bewirtschaften oder aber jederzeit problemlos in Totalreservat überführen lassen.

Jagen, Pilze sammeln, Reiten, Velo fahren und spazieren sind im Totalreservat gestattet.